Weizen

Sojabohnen und Sojabohnenöl schlossen vor allem deshalb niedriger, weil Sojabohnen wieder nach unten gingen, um die Unterstützung bei den Ausbruchsniveaus knapp unter den gestrigen Tagestiefs zu testen. Sojabohnenöl gab aufgrund der Schwäche der Rohöl-Futures und der daraus resultierenden Nachfragesorgen wegen möglicher erneuter Schließungen aufgrund eines Wiederauftretens des Coronavirus nach. Sojabohnenmehl notierte höher, da sich die Nachfrage in den USA und Kanada deutlich verbessert hat.
Der Reispreis ist am Freitag erneut gestiegen und hat auf Wochenbasis zugelegt. Auf den Wochencharts ist ein Seitwärtstrend zu erkennen, doch droht nun eine Trendwende auf den Wochencharts. Die Tages-Charts zeigen Aufwärtstrends. Das USDA erhöhte die Ertragsschätzungen und die Produktion und nahm einige Änderungen bei der Nachfrage vor, die die Gesamtnachfrage unverändert ließen
Die Weltmarktpreise für Pflanzenöle waren in der vergangenen Woche höher, aber die Märkte gaben Ende der Woche aufgrund von so genannten spekulativen Gewinnmitnahmen ihren Höchststand auf. Der Preis für Palmöl stieg in dieser Woche trotz der von privaten Dienstleistern gemeldeten langsamen Ausfuhren. Unterstützung kommt nach wie vor von der Annahme, dass Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht sind oder das Angebot knapp ist. Indien war der Hauptimporteur, da das Land die Einfuhrzölle senkte.
Mais und Hafer schlossen in der vergangenen Woche mit moderaten Verlusten, die auf Verkäufe als Reaktion auf die jüngsten USDA-Schätzungen zu Produktion, Angebot und Nachfrage zurückzuführen waren. Die Trends auf den Tages-Charts für beide Märkte waren uneinheitlich. Mais im Dezember gab in der vergangenen Woche ebenfalls nach, da man von soliden Erntefortschritten ausging.
Reis schloss letzte Woche höher, und die Chartmuster sind erneut positiv. Es wird vermutet, dass die Nachfrage noch nicht stark genug ist, um das dem Markt zur Verfügung stehende Angebot zu absorbieren. Die erste Ernte ist in Texas und Louisiana weitgehend geerntet, aber die zweite Ernte ist noch auf dem Feld und wird jetzt geerntet. In beiden Staaten geht die Ernte jetzt zu Ende.
Sojabohnen und Sojabohnenmehl schlossen in der vergangenen Woche niedriger als erwartet, da die USDA-Berichte deutlich höhere Lagerbestände als erwartet (256 Millionen Scheffel) auswiesen. Sojabohnenöl schloss höher, da die Nachfrage nach Biokraftstoffen, insbesondere Biodiesel, stark blieb. Das USDA hat die Produktion gegenüber dem Vorjahr erhöht, um den gestiegenen Beständen Rechnung zu tragen.
Die Baumwollfutures gaben nach, da der Hurrikan Nicholas den Baumwollanbaugebieten im Delta und Südosten starke Regenfälle zu bringen drohte. Die Futures lagen in dieser Woche ebenfalls niedriger, hielten sich aber in der jüngsten Handelsspanne. Da jetzt mehr Samenkapseln geöffnet sind, besteht eine größere Chance auf Schäden oder Faserverluste.
New York und London schlossen letzte Woche aufgrund des schlechten Wetters in den brasilianischen Arabica-Kaffeegebieten höher. Die Preise sind stabil geblieben, da die derzeitige Ernte in Brasilien langsam ausläuft. Die Frostgefahr in Brasilien ist zwar vorüber, aber der Schaden ist bereits angerichtet. Die brasilianische Regierung schätzt, dass 11 % der Kaffeeanbauflächen betroffen sind. Die Temperaturen sind wärmer, und es werden fast bis überdurchschnittliche Werte erwartet.
Der FCOJ schloss in der vergangenen Woche erneut höher, da das Wetter in Florida weiterhin nicht bedrohlich ist und die kalte Witterung in Brasilien vorüber ist. Berichte über Temperaturen unter dem Gefrierpunkt im brasilianischen Bundesstaat Sao Paulo, die die Orangenproduktion in diesem Bundesstaat beeinträchtigen könnten, stützen die Futures-Preise weiterhin. In den letzten Wochen wurden in diesem Bundesstaat Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gemeldet. Die Wetterbedingungen in Florida werden als überwiegend gut für die Kulturen eingestuft.
Sojabohnen und die Produkte waren am Freitag niedriger. Sojabohnen schlossen die Woche etwas höher, während die Produkte knapp gemischt waren. Das Wetter in den USA ist nach wie vor ein Thema auf dem Markt, da es im Westen weiterhin heiß und in fast allen Gebieten trocken ist. Die Bedingungen für Sojabohnen im zentralen Anbaugebiet begannen das Jahr zu nass und haben darunter gelitten. Die Wettervorhersagen sind nun trockener und kühler.

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