Europäische Aktienkurse erzielen zum zweiten Mal in Folge Rekordergebnisse

Die europäischen Aktienkurse steigen am Mittwoch nach einer starken Rallye am Vortag nochmals stark an, weil die Investoren auf die beispiellosen Konjunkturmaßnahmen setzen, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie für Unternehmen und Haushalte zu lindern.

Der gesamteuropäische STOXX 600-Index stieg um 4,2% an, wobei die Bereiche Energie, Autos, Versicherungen und Finanzen zwischen 5,4% und 6,7% zulegten. Mit einem Anstieg von 8% am Dienstag, der in dieser Höhe zuletzt auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 zu beobachten war, hat der Referenzindex seine Verluste von Mitte März wieder aufgeholt, liegt aber immer noch mehr als 25% unter seinem Rekordhoch vom letzten Monat.

Am Mittwoch erzielten US-Beamte eine Einigung über ein 2 Billionen Dollar-Paket zur Unterstützung von Kleinunternehmen und Amerikanern, die von Entlassungen aufgrund der Gesundheitskrise betroffen sind, doch angesichts der zunehmenden Anzeichen für einen Zusammenbruch der Wirtschaftstätigkeit droht laut Analysten eine globale Rezession.

„Es ist sehr gut, dass die Behörden eine geld- und finanzpolitische Koordinierung entwickelt haben, aber das ist nur eine Schadensbegrenzung und hilft nicht unbedingt, die Wirtschaft zu stimulieren, da wir uns noch immer in einem Lockdown befinden“, sagte Stefan Koopman, leitender Marktwirtschaftler bei der Rabobank.

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„Im Laufe des Sommers kann sich die Wirtschaftstätigkeit etwas beleben, aber selbst dann liegen wir noch weit hinter den Wachstumsraten von 2018 und 2019 zurück. Es wird ein sehr, sehr langes Jahr für Europa sein.“

Die europäischen Fluggesellschaften, einer der am schlimmsten von den Reisebeschränkungen und den schwindenden Passagierzahlen wegen der Angst vor einer Ansteckung betroffenen Sektoren, haben an die Regierungen um Rettungspakete appelliert, um einen Zusammenbruch der Luftfahrtindustrie zu verhindern.

Air France-KLM, British Airways-Eigentümer IAG , Ryanair und EasyJet legten inmitten des allgemeinen Aufschwungs zwischen 7,2% und 13,2% zu.

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Die deutschen Aktien stiegen um 3,7%, nachdem sie am Dienstag ihren besten Tag seit 2008 verzeichneten, während Europas Angstindikator zum fünften Mal in Folge fiel, als an den Finanzmärkten eine gewisse Ruhe einkehrte.

Da die Pandemie in Europa noch lange nicht eingedämmt ist, haben mehrere weitere Unternehmen vor geringeren Gewinnen, Entlassungen und einer Einstellung der Geschäftstätigkeit inmitten weit verbreiteter nationaler Sperren gewarnt.

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Der deutsche Mischkonzern Thyssenkrupp gab bekannt, er werde im Rahmen eines Tarifvertrages mit der IG Metall bis 2026 3.000 Stellen in seinem Stahlbereich abbauen. Die Aktie stieg um 22,7 Prozent und zaehlt damit zu den groessten Gewinnern im Vergleichsindex.

Der Schädlingsbekämpfungskonzern Rentokil Initial brach um 9% ein und war einer der größten Verlierer des STOXX 600, nachdem das Unternehmen seine Prognose für 2020 zurückgenommen und gekannt gegebenhatte, dass es wegen des Zusammenbruchs einiger Unternehmen die Ausgaben drosseln würde. 

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Thomas Pentzek:
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