Die Rente – wie lange geht es noch gut?

Die Rente in Deutschland – Offiziell gilt in Deutschland, wer weniger als 917 Euro im Monat verdient, ist arm. Die sogenannte Armutsgefährdungsschwelle betrifft am häufigsten Arbeitslose und auch oft Alleinerziehende. Aktuelle Zahlen zeigen aber auch, das immer mehr Rentner in Deutschland von der Armutsgrenze betroffen sind.

Dieser Artikel ist Teil der Artikelserie „Eine sichere Altersversorgung“. Eine Auswahl der Artikelserie finden Sie am Ende von diesem Beitrag.

Das Statistische Bundesamt hat im letzten Jahr Statistiken veröffentlicht, die die kritische Situation in Zahlen fasst. Demnach sind in Deutschland 14,4 Prozent der über 65-Jährigen von der Armut betroffen, bei den Rentner sind es sogar 15,6 Prozent. Das bedeutet, das fast jeder sechste deutsche Rentner mit der Armut zu kämpfen hat. Wer erst einmal in die Situation gerät, hat fast keine Möglichkeit mehr sich aus der Armut zu befreien. Für die Betroffenen heißt das, wenn ein wichtiges Haushaltsgerät oder andere außergewöhnliche Kosten auftreten, dann reicht das Geld nicht mehr aus.

Die Situation wird jedes Jahr schlimmer, 2006 waren nur 10,3 Prozent der Rentner von der Altersarmut betroffen, verglichen mit den aktuellen Zahlen ist dies eine Steigerung von 51 Prozent in den letzten 12 Jahren. Damit hat die Gefahr der Verarmung der Rentner so stark zugelegt, wie in keiner anderen Bevölkerungsgruppe.

Prognosen versprechen keine Verbesserung

Erst vor kurzem hat die Bundesbank gefordert, das Rentenalter auf 70 zu erhöhen. Die Ökonomen der Bank warnen eindeutig davor, dass das Rentenniveau unter den aktuellen Konditionen nicht gehalten werden kann. Entweder werden die Rentenleistungen sinken müssen, oder die Beitragssätze zur Rentenversicherung müssen stark angehoben werden.

Der Vorschlag der Bundesbank wird aber auch nur für einen begrenzten Zeitraum helfen. Die Demografie-Forscher warnen schon seit den 70er Jahren vor eine Überalterung der Bevölkerung. Das Verhältnis der Rentner zu den Beitragszahlern, kippt immer öfters zu Lasten der Beitragszahler.

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Gibt es noch einen Ausweg für die gesetzliche Rente?

Um das deutsche Rentensystem noch zu retten, müssten einige drastische Maßnahmen ergriffen werden. Ob diese ein einzelne politische Partei durchsetzen kann, die auf die Stimmen der Wähler angewiesen ist, ist fraglich. Die Bürgerversicherung und die Grünen wollen die Hauptsäulen der Rentenversicherung wieder stabilisieren. Sie schlagen eine Rentenversicherungspflicht für alle vor, selbst für Beamte und Vorstände von Aktiengesellschaften. Des Weiteren soll der Rentenbeitrag auf 18,6 Prozent angehoben werden und die Riester- und Betriebsrenten abgeschafft werden. Letztere haben das Rentensystem in den letzten Jahren negativ belastet.

Ein weiterer Vorschlag zur Rettung des Rentensystems ist ein Staatsfond, bei dem die Bürger ihr Geld in staatlich kontrollierte Aktienfonds investieren können. Ob diese Finanzierungsmöglichkeit auf dem Aktienmarkt erfolgreich sein wird, ist fraglich. Außerdem stellt sich dann die Frage, warum die Bundesbürger nicht direkt in den Aktienmarkt investieren und selber von den Gewinnen profitieren.

Mit der Artikelserie „Eine sichere Altersversorgung“ wollen wir Alternativen zum staatlichen Rentensystem vorstellen. Wenn Sie über alle Optionen informiert sind, haben Sie die Möglichkeit selber über ihre Altersversorgung zu entscheiden.

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Artikelserie „Eine sichere Altersversorgung“

  1. Die Rente – wie lange geht es noch gut?
  2. Alternative Formen der Altersversorgung
  3. Aktien als alternative Altersabsicherung
  4. Altersversorgung – die richtige Anlagestragie für Aktien
  5. Impact Investment – die Altersversorgung mit gutem Gewissen

AUSSCHLUSS: Dieser Artikel drückt meine eigenen Ideen und Meinungen aus. Alle Informationen, die ich weitergegeben habe, stammen aus Quellen, die ich für zuverlässig und genau halte. Ich habe keine finanzielle Entschädigung für das Schreiben dieses Beitrags erhalten, noch besitze ich Aktien von einem Unternehmen, das ich erwähnt habe. Ich ermutige jeden Leser, zuerst seine eigene sorgfältige Recherche durchzuführen, bevor er Anlageentscheidungen trifft.

Thomas Pentzek:
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