Basismetalle bleiben auch Monate nach dem Brexit auf hohem Niveau

Der internationale Finanzmarkt ist nach der Ankündigung des Ausstiegs Großbritanniens aus der EU in Trudeln geraten. Der Brexit hat einige Sektoren und die Aktienmärkte in Europa, Asien und den USA beeinflusst und wird dies auch weiterhin tun. Der Bereich der Basismetalle hat sich jedoch als überaus robust erwiesen und trotzt unvorhergesehenen politischen Schocks, wie auch der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten. Der Basismetallmarkt ist ein profitables Geschäft geblieben, der Preis der Basismetalle ist weiterhin auf hohem Niveau.

Zink, Blei, Kupfer und Nickel können durchaus zeitweise Preissenkungen erleben, kehren jedoch schnell wieder an die Spitze zurück.

Wie von der Hindu Business Line beschrieben wird, haben die Metalle 2016 unter einer Talfahrt gelitten. Gegen Mitte des Jahres kam dann allerdings der richtungsändernde Schwenker, so dass bis Dezember ein Anstieg von 21 Prozent realisiert werden konnte. Gold und andere globale Aktien konnten abgehängt werden und versuchen noch immer zu ihrer alten Form zurückzufinden.

Eine weitere Bestätigung dieser Entwicklung kommt von IG Reports die feststellen, dass der Preis für Basismetalle seit den US-Wahlen stetig wächst. Am ersten März 2017 konnte festgestellt werden, dass die Aktien von Unternehmen die in der Herstellung, Entwicklung, oder im Besitz dieser Wirtschaftsgüter sind an der London Stock Exchange höher bewertet werden, so der Australian Financial Review.

Basismetalle nach dem Brexit: Wirtschaftsgüter bleiben auf Wachstumskurs (Bildquelle)

Die Entwicklung könnte der Tatsache zugesprochen werden, dass all diese Metalle ständig stark gefragt sind aufgrund derer Relevanz in fast allen Industrien. Die Vorkommen der Basismetalle schrumpfen und werden immer schwerer auffindbar, so dass die Preise auch weiterhin in die Höhe schnellen. The Motley Fool schreibt, dass die Beliebtheit der Basismetalle einer interessanten Entwicklung geschuldet ist: dem steigenden Vertrauen in diese durch die Silberbergbauunternehmen.

Um profitabel zu arbeiten konzentrieren sich diese Bergbauunternehmen auf ihr Hauptprodukt, das Silber. Dennoch neigen diese Unternehmen zur Vielfalt und fördern nicht unwesentliche Mengen an Metallen, wie zum Beispiel Zink. Die Bank of Montreal hat erst kürzlich einen Bericht veröffentlicht, demzufolge mehr als 50 Prozent der Silberbergbauunternehmen zunehmend von Gold und Basismetallen abhängig werden, damit deren Silberverkäufe zunehmen.

Reuters UK sagt, dass die weitere Untersuchung des Zinks zu einer Verwirrung der Investoren im kommenden Jahr führen kann. Der Wert und die Nachfrage nach diesem Basismetall sind auf Rekordhoch, aber nicht alle Zinkförderunternehmen werden von dem Aufwärtstrend profitieren. Erst die guten Nachrichten: die Preise haben sich verdoppelt, sie wachsen seit 13 Monaten und haben ein Neun-Jahres-Hoch erreicht.

Dennoch wird sich die Knappheit der Basismetalle bemerkbar machen und sich negativ auf diejenigen Bergbauer auswirken, die die Förderquoten nicht erreichen können. China konzentriert sich auf den Binnenmarkt und exportiert erst nach dessen Versorgung. Die US-Bergbauunternehmen in Nordamerika haben derzeit mit Arbeiterstreiks zu kämpfen, die sich negativ auf die Produktionsmenge auswirken. Eines der größten Bergbauunternehmen Koreas hat bekannt gegeben, dass es von seinen geplanten Produktionsmengen um 600.000 Tonnen im Jahr abtritt, was eine Reduktion um ganze 7,7 Prozent darstellt. Asiatische Kunden haben bereits die Befürchtungen geäußert, dass Zink zu einer “schwer förderbaren” Ressource wird.

Basismetalle nach dem Brexit: Der Kupferpreis steigt seit 2017. (Bildquelle)

Kupfer hat sich als erstes Basismetall einige Monate nach dem Brexit stabilisiert. Der Preis für dieses Metall wächst kontinuierlich seit 2017. Die Times of India schreibt, dass Kupfer-Produzenten von einem kleinen Preisanstieg profitiert haben, nachdem bekannt wurde, dass die Kupferbestände schwinden. Auch der Handel mit diesen Metallen war aktiv und dynamisch.

Diese Umstände sind mit dem Zinkmarkt vergleichbar. Die Preise steigen aufgrund der Relevanz des Kupfers. Gleichzeitig lässt die Verknappung der Rohstoffe den Markt kleiner werden und bereitet sowohl Konsumenten als auch Produzenten Sorgen.

Market Watch berichtet, dass der Wert des Kupfers um 0,2 Prozent gestiegen ist, der Verkaufspreis liegt bei 5,925 Dollar pro Tonne.

Die Verbrauchernachfrage nach Zink kann als durchaus stabil bewertet werden, da dieses Metall genutzt wird um Korrosionen an Gebäuden zu vermeiden. Sobald das Zink in einer Stahlplatte verbaut wird dient es auch der Strukturverstärkung von Bauten. Auf der anderen Seite stellen die Creamer Engineering News heraus, dass Kupfer auch im Krankenhausbereich auf der ganzen Welt ein gefragtes Metall ist. Es wird als Ummantelung von Türknöpfen und Tischplatten für den Schutz vor Insekten, und krankheitserregenden Substanzen angewandt.

Die stärkste Nachfrage nach Kupfer existiert jedoch im Energiebereich. In diesem wird das Metall beispielsweise für den Bau von Windkrafträdern gebraucht. Kupfer ist ein relevantes Leitermaterial, dass Energie von einem Ort zu einem anderen transportieren kann. Industrieexperten bleiben angesichts der Gesamtperformance der Basismetalle Zink und Kupfer optimistisch.

Wie der Bullion Vault feststellte, glänzte Zink Ende 2016 mit einem satten Preisanstieg von 60 Prozent. Andere Metalle dieser Kategorie erreichten ein Preiswachstum von 30 Prozent. Dank der großen Nachfrage ist es nur logisch davon auszugehen, dass die jeweiligen Werte weiterhin steigen werden. Dies treibt Bergbauer und Besitzer von Bergbauunternehmen dazu rasch neue Fördergebiete zu erschließen.

Dieser Artikel ist im englischen Original von Sharon Harris.

Redaktion Born2Invest:
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